Der religionspädagogische Ansatz
Förderung von christlicher Beheimatung,
Begegnung und Toleranz

Aus unserer Sicht sind es vor allem zwei Gründe,
aus denen ein allgemeiner Bildungsauftrag im Blick
auf religiöse Erziehung erwächst:

An erster Stelle ist religiöse Erziehung für uns als
evangelische Einrichtung ein Recht des Kindes auf
religiöse Begleitung und Beheimatung. Zugleich ist
sie auch ein gesellschaftliches Erfordernis als
Voraussetzung des friedlichen Zusammenlebens in
der multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft.
Für ein gelingendes Zusammenleben erscheint es
uns wichtig, Kindern ein Stück religiöse Heimat zu
vermitteln, um von dort aus dem Fremden und
Anderen begegnen zu können. Solche Beheimatung
geschieht bei uns in der Praxis durch Geschichten,
Lieder, Rituale, Gebete, Gottesdienste und
Erfahrungen von Gemeinschaft.

Daneben ist es uns wichtig, Unterschiede durch religiöse Zugehörigkeit und Praxis wahrzunehmen,
zu achten und Begegnung zu ermöglichen, zum Beispiel mit dem Besuch einer Moschee oder der
Vermittlung anderer religiöser Feste durch den Besuch einer Mutter/ eines Vaters einer anderen
Religion.

Regelmäßige Besuche der Pfarrerin in der Einrichtung sowie Besuche der Kinder in der benachbarten
Kirche zum Minigottesdienst fördern die Beheimatung, aber auch das gegenseitige Gespräch und das
Voneinanderlernen.

Durch den Einsatz von Handpuppen (etwa der „Kirchenmäuse“ Christopher und Clarissa) wird ein
Dialog ermöglicht. Die beiden Kirchenmäuse sind zwar in den Kirchtürmen der Philipp-Nicolai-Kirche in
Mauenheim und der Erlöserkirche in Weidenpesch beheimatet, sie erzählen aber genauso vom
katholischen Pfarrfest wie vom Besuch in der Moschee bzw. befragen die Kinder über ihre Erlebnisse
und Erfahrungen.

„Christsein heißt nicht in einer bestimmten Weise religiös sein, sondern es heißt Mensch sein.“
( Dietrich Bonhoeffer)